26. Alpe Adria Cup 2018

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  • Dem tropischen Wetter ein Schnippchen geschlagen

    Mit der Siegerehrung ging am Samstagabend der 26. Alpe Adria Segelflugcup in Feldkirchen zu Ende. Der in zwei Indexgewerteten Klassen ausgetragene Streckensegelflug – Wettbewerb begann am 26. Mai. Die Wetterverhältnisse unter der Wettbewerbs-Woche erwiesen sich als knifflig.

    Nicht nur die Landwirtschaft und der Tourismus leiden unter den bisher unsteten Klima-Bedingungen heuer. Die für den Überland-Segelflug wichtigen Aufwinde –auch Thermik genannt – wurden von den feuchten Mittelmeerluft-Wetterlagen zwar oft begünstigt. Leider nur in diesem Luftmassen-Mix mit Neigung zum schnellen „Überkochen“, d.h. Schauer- und Gewitterbildung. Dann sind keine Flüge möglich.

    Sieger waren also nicht nur die 38 angetretenen Piloten aus fünf Ländern (und vor allem die auf dem „Stockerl“). Die heimlichen Sieger waren Wettbewerbsleiter Martin Huber , der Präsident des ÖAeC – Landesverband Kärnten und wettertechnischer Berater Mag. Gerhard Hohenwarter aus Villach. Ihnen gelang es, die nutzbaren Fenster im Wetter über Kärnten so zu bestimmen und Strecken für die Teilnehmer so fest zu legen, dass in den Klassen vier bzw. fünf verwertbare Tage möglich waren.

    Die Streckenführung beschränkte sich daher auf eher kleinere Aufgaben im Kärntner Kernland. Flüge bis nach Südtirol hinein, in die Steiermark oder gar über den Alpenhauptkamm nach Salzburg waren, im Gegensatz zu den Vorjahren, leider nicht möglich. Trotzdem lagen die Schnittgeschwindigkeiten oft bei mehr als 125 km/h und die Strecken deutlich über 200 km, absolviert ohne Motor wohlgemerkt. Rein mit der Kraft der Sonne, die den Boden erwärmt und Luft zum Aufsteigen bringt. Wieviel Energie man hierbei als Segelflieger nutzen kann bzw. frei wird zeigten auch die Unwetter der letzten Tage und Wochen. Die Flugzeuge mit Spannweiten von bis zu 29 Metern und somit so viel wie ein Airbus A 320, mit bis zu 850 kg so schwer wie ein Kleinwagen, hebt es in kurzer Zeit bis unter die Wolken.

    WBL Martin Huber, Thomas Hynek, Michael Rass, Rainer Cronjäger

    Im Spiel der Aufwinde gewann Reinhard Haggenmüller aus St. Johann in Tirol die offene Klasse und bekam somit den Siegerscheck über 500 EURO. Den zweiten Siegerscheck über 500 EURO gewann sein Vereinskamerad Michael Rass, der für eine gewisse Tiroler Dominanz sorgte. Er konnte die sog. „106er Klasse“ für sich entscheiden. Wie knapp so ein Rennen ausgehen kann bewies Lokalmatador Georg Falkensammer vom Flugsportverein Feldkirchen. Ihn trennte am Schluss ein (!) Punkt vom Podest in dieser Klasse gegenüber dem Dritt-Platzierten mit 2805 Punkten.

     

    Pirker&Pirker, WBL Martin Huber, Reinhard Haggenmüller, Sven Kolb

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